„Schwarzer Tee“:

Schwarzer Tee“ ist ein in vielen Regionen der Welt beliebtes, anregendes Genussmittel. Es gibt ihn in zahlreichen Varianten, je nach Herkunft und Qualität als duftigen, goldgelben Darjeeling oder als dunklen, starken Assam. Viele Regionen haben ihre spezifische Teekultur herausgebildet. „Schwarzer Tee“ wird aus derselben Teepflanze wie „Grüner Tee“ hergestellt. Allerdings unterscheiden sich die Herstellungsprozesse. Schwarzer Tee fermentiert nach dem Anwelken und erhält dadurch erst seine dunkle Blatt- und Aufgussfarbe.

Gerade in Europa hat der Schwarztee eine zentrale Bedeutung auf dem Teemarkt; was nicht zuletzt auch an den vielen Traditionen liegt, die mit ihm verbunden sind. Schwarzer Tee ist durch seine Beschaffenheit und seinen unaufdringlichen Geschmack am besten für die Zugabe von hochwertigen Aromen geeignet.

Um 1830 brachte der 2. Earl Grey von seiner diplomatischen Reise aus China folgendes Wissen mit: Beträufelt man das Teeblatt mit Bergamotte – Öl, welches aus der Schale einer kleinen, grünen, sauren Zitrusfrucht gewonnen wird, kann man den Geschmack des Tees verändern. Gerüchten zufolge, ist es aber einem Unfall zu verdanken. Auf der Überfahrt nach England lief im Laderaum eines Schiffes Bergamotteöl aus und durchfeuchtete den daneben deponierten Tee, sodass dieser nach damaligen Anschauungen als verdorben anzusehen war und billig abgegeben wurde. Earl Grey stellte aber fast, dass der Tee ein Aroma angenommen hatte, das nicht ohne Reiz ist. Dieser Geschmack setzte sich im englischen Adel durch und trat fortan seinen Siegeszug durch Europa an.

Die Wurzeln des Aromatisierens haben ihren Ursprung in China. Seit über 800 Jahren trinken Chinesen Jasmin- oder Rosenteeund seit noch längerer Zeit fügen sie ihrem Tee Gewürze zu.

Die Geschichte beschreibt die Entstehung des schwarzen Tees wie folgt:

Ein Bauer war dabei seinen grünen Tee herzustellen, wurde jedoch von Soldaten aufgehalten. Durch diese Verzögerung bei der Produktion wurde der Tee stärker als gewollt fermentiert. Als der Bauer endlich wieder bei seinem Tee ankam, hatte er zu 100% fermentierten und somit schwarzen Tee. Der Tee, welchen er misslungen" ansah, war in kurzer Zeit verkauft.

Wir unterscheiden verschiedene „Schwarz Tee“ Arten:

 

Assam

Assam, ein Bundesstaat Indiens, liegt zweihundert Kilometer östlich von Darjeeling, Umgeben von Gebirgen, ist es mit seinen 600 km Ausdehnung von West nach Ost und mehr als 1000 Teegärten das größte zusammenhängende Anbaugebiet der Welt. Assam Tees haben ein vollmundiges, würzig malziges Aroma und sind nur sehr selten bitter. Hochwertige Assam Blatt Tees können Sie meistens anhand der Tips, der goldenen Blattspitzen, erkennen. Assam Tee ist für jedes Wasser geeignet, das heißt auch mit härterem Wasser kann ein wohlschmeckender Tee zubereitet werden. Assam - Tees sind Hochlandtees, kräftig – malzig im Geschmack und sehr ergiebig.

Darjeeling

Teekenner geraten bei der Nennung des Namens Darjeeling ins Schwärmen. Die Kleinstadt im Norden Indiens, an den Südhängen des Himalayas gelegen, ist das Synonym für erstklassigen Tee. Im Zusammenhang mit Darjeeling spricht man deshalb auch gerne vom „Champagner des Tees“.

Darjeeling ist bekannt für sein feines, duftiges Aroma. Die Erntezeit beginnt mit dem First Flush (erste Pflückung). First Flush Tees duften wunderbar frisch, der Aufguss ist hell in der Tasse und hat ein feinherbes Aroma.

Ceylon (Sri Lanka)

Was den Tee betrifft, wird heute noch oftmals der ursprüngliche Name Ceylon für Sri Lanka benutzt. Das Landschaftsbild, besonders im Westen und Osten der Insel. Ist stark von schier unendlichen Teefeldern geprägt. Die edelsten Sorten werden im klimatisch etwas angenehmeren Hochland von Nuwara Eliya (zu deutsch „über den Wolken“) mit zarten China Teepflanzen angebaut.

Zubereitung:

Da Schwarzer Tee eine eher anregende Wirkung hat, sollte eine Ziehzeit von 3 Minuten nicht überschritten werden. Je länger Sie diesen Tee ziehen lassen, desto stärker nimmt die anregende Wirkung ab. Länger als 5 Minuten sollten Sie „Schwarzen Tee“ generell nicht ziehen lassen.